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Rett-Syndrom

Das Rett-Syndrom wurde 1966 erstmals von dem Wiener Arzt und Jugendpsychiater Professor Andreas Rett beschrieben. Alle betroffenen Mädchen zeigten eine auffällige Übereinstimmung in ihrer klinischen Symptomatik.


Es fielen autistische Verhaltensweisen, Sprachverlust, Krampfanfälle, Bewegungsstereotypien in Form typischer waschender und knetender Handbewegungen, Hyperventilation und eine eigentümliche, durch Gleichgewichtsstörungen charakterisierte Gangstörung auf.

Unabhängig davon hat Professor Bengt Hagberg in Göteborg Daten zu diesem Behinderungsbild gesammelt. 1984 wurden die von Rett formulierten Kriterien zur Diagnosestellung auf einer internationalen Konferenz in Wien präzisiert, vervollständigt und schriftlich niedergelegt.

Das Syndrom betrifft überwiegend Mädchen und tritt bei einem von 10.000 bis 15.000 Mädchen auf. Damit ist es selten, aber dennoch nach dem Down-Syndrom die häufigste Ursache der schweren Behinderungen bei Mädchen und ist ebenso häufig wie die Phenylketonurie (behandelbare Stoffwechselerkrankung, die beim normalen Neugeborenenscreening erkannt werden kann).


Weitere Informationen: http://www.rett.de

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