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Anorektale Fehlbildungen

Der Ausdruck »anorektale Fehlbildungen« umschreibt angeborene Fehlbildungen des Mastdarms/Enddarms und des Afters. Kinder, die mit einer anorektalen Fehlbildung geboren werden, haben keine anale Öffnung; d.h. der Mastdarm bzw. der After ist nicht oder nur unzureichend ausgebildet.


Oft besteht eine abnorme Verbindung (Fistel) zwischen Mastdarm und den Harnwegen und/oder den Geschlechtsorganen. Außerdem kann auch die Schließmuskulatur ganz oder teilweise fehlen. Anorektale Fehlbildungen können mit weiteren Fehlbildungen verbunden sein, wie z. B. mit solchen der Harnwege, der Nieren, der Geschlechtsorgane, des Herzens oder der Extremitäten. Sie können unterschiedlich kompliziert und umfassend sein.

Eine anorektale Fehlbildung kommt alle 2.500 bis 3.500 Geburten vor. Jeden zweiten Tag wird in Deutschland ein Kind mit einer anorektalen Fehlbildung geboren.

Anorektale Fehlbildungen betreffen gleichermaßen alle Rassen, alle sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Schichten. Studien haben bisher keine definitive Ursache für diesen Geburtsfehler herausgefunden, der sich während der 4. bis 12. Schwangerschaftswoche entwickelt.

Niereninsuffizienz, Stuhl- und Harninkontinenz, sowie Probleme im Sexualbereich sind die häufigsten Folgeerscheinungen anorektaler Fehlbildungen. Sie können die Lebensqualität und Lebensfreude des Patienten erheblich beeinträchtigen.

Weitere Informationen:
http://www.soma-ev.de


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